Meine diesjährigen Benefits gehen an „Flüchtlinge Willkommen“


Es ist leicht sich im Netz zu engagieren. Hier eine Petition unterzeichnen, dort einen Artikel teilen. Doch das politische Engagement bricht selten aus Change.org und Facebook.com aus – was ganz normal ist, da wir alle auch einer Arbeit nachgehen und im Alltag häufig genug zu tun haben. Ich habe mir insofern überlegt, wie ich noch etwas mehr machen kann – und vor allem wie ich das „Mehr-machen“ so hinbekomme, dass der Aufwand und die Kosten überschaubar bleiben. In dem Sinne habe ich vergangenes Jahr mit meinen Vorgesetzten beim t3n-Magazin ausgemacht, dass sie einfach alle meine Benefits spenden sollen – wir sind nämlich an einigen Stellen erfolgsbeteiligt.

Wir haben jetzt ein Jahr lang alle verschiedenen Beiträge, die sich hier und da gesammelt haben, an die Organisatoren der „Flüchtlinge Willkommen“-Initiative übermittelt.

„Flüchtlinge Willkommen“-Initiatoren Golde Ebding, Mareike Geiling und Jonas Kakoschke. (Foto: Jean-Paul Pastor Guzmán / Flüchtlinge Willkommen)

„Flüchtlinge Willkommen“-Initiatoren Golde Ebding, Mareike Geiling und Jonas Kakoschke. (Foto: Jean-Paul Pastor Guzmán / Flüchtlinge Willkommen)

Hinter „Flüchtlinge Willkommen“ steckt einen völlig neuer und spannender Ansatz um Flüchtlinge von Beginn an mehr in die Gesellschaft zu integrieren – auch um den Teufelskreis in dem sie häufig stecken zu durchbrechen.

Viele Neuankömmlinge werden abgeschottet von anderen Bürgern in alten Kasernen am Stadtrand untergebracht und dürfen zudem nicht arbeiten. Durch die fehlenden Berührungspunkte ist es aber so gut wie unmöglich die Sprache oder kulturellen Gepflogenheiten eines Landes zu lernen. Die Berliner jedoch, vermitteln WG-Zimmer an Flüchtlinge. Menschen, die ein Zimmer in ihrer Wohngemeinschaft frei haben, können sich bei fluechtlinge-willkommen.de registrieren. Zusammen wird dann eine Möglichkeit gefunden, wie sich die Mietkosten realisieren lassen. Mehr Infos zu der Initiative gibt es auch in diesem arte-Beitrag.

Ich halte das Projekt für eine spannende Sache, denn ich sehe viel Potential darin, etwaige Folgeprobleme, die durch eine schwache Integration hervorgerufen werden können, von Anfang an entgegenzutreten. Obgleich mir klar ist, dass es nur eine Teillösung sein kann, ist jeder Schritt für ein besseres Miteinander mit den Menschen, die sich sowieso schon in Deutschland befinden, unterstützenswert. Insofern, viel Erfolg mit der Spende!

fluechtlinge-willkommen-spendenbescheinigung


Und jetzt noch kurz ein paar Worte zur Ambition dieses Blogposts, denn natürlich werden jetzt einige Leser darauf beharren, dass ich das hier nur veröffentliche, um mich selber auf ein Podest zu stellen. Natürlich, ich hätte das alles auch ganz heimlich erledigen können. Und ja, ich hab auch länger überlegt, ob ich überhaupt darüber bloggen soll. Schlussendlich denke ich inzwischen aber, dass wir viel mehr darüber sprechen sollten, ob und wie man sich engagieren kann und an welchen Stellen ein Engagement sinnvoll ist. Durch das gute Beispiel eines Freundes bin ich erst ins Grübeln gekommen. Vielleicht bewirkt mein Beispiel jetzt bei jemand anderen dasselbe – dann hätte der Blogpost sich gelohnt. Und deshalb schreibe ich darüber.


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