Blogstöckchen: 10 Dinge über mich und das Digitale

„Ein Blogstöckchen (kurz: Stöckchen) ist eine Aktion mit dem Ziel Blogs und Blogger besser miteinander zu vernetzen, und dabei ein bestimmtes Thema gemeinsam zu bearbeiten.“ (via stefan.waidele.info). Tobias hat mir so ein Stöckchen übergeben.

Und los geht’s…

Welches Soziale Netzwerk ist dir das Liebste? Und warum?

Facebook – weil ich der Meinung bin, dass ich dort auch Menschen, die sich außerhalb unserer berufsbedingten, digitalen Filterblase bewegen, abholen kann. Es ist ein Mainstream-Netzwerk. Ich habe das Gefühl, dass ich beispielsweise den typischen Twitter- oder Google+-Nutzer nichts über den NSA-Skandal erzählen brauche – die Digitalos dort sind sich einig, dass Überwachung schlecht ist und schmorren im eigenen Saft, wenn sie sich alle die gleichen Links und Inhalte um die Ohren hauen. Auf Facebook allerdings sind viele Menschen unterwegs, die noch überzeugt werden müssen. Das reizt mich mehr. Die Kommentarfunktion unter einigen Statusupdates, wurde schon für so manche kontroverse Diskussion benutzt. Gut so!

Was ist das Dümmste, was du je über Facebook gehört hast?

Dass Facebook ein „Großeltern-Netzwerk“ ist. Kann ich nicht bestätigen.

Wie wichtig findest du das Monitoring deiner Online-Aktivitäten für dich?

Wenn ich einen aufwendigen oder mir wichtigen Artikel rausschicke, dann schaue ich schon, ob er Reichweite erzielt hat. Ich verteile manche Themen auch mehrmals, wenn ich der Meinung bin, dass der Beitrag untergegangen zu sein scheint. Auch sind mir die Interaktionen unter einem verteilten Artikel wichtig, weil ich dann merke, man hat sich – zumindest ein Stück weit – mit dem Beitrag auseinandergesetzt. Follower-Zahlen hingegen sehe ich bei einigen Personen kritisch. Ich könnte mir vorstellen, dass beispielsweise bei den „Celebrities“ im Netz nur ein Bruchteil der Follower mit den Inhalten etwas anfängt. 10.000 Follower sehen zwar schön aus. Aber wenn davon nur 500 wirklich mitlesen, dann frag ich mich, ob der Tausender-Wert überhaupt irgendetwas aussagen kann? Ich habe lieber weniger, dafür aktive Follower.

Welche Blogs sollte man unbedingt lesen?

Ich zähle jetzt mal nicht die üblichen Verdächtigen auf, sonst schlafe ich nämlich ein beim Tippen. Per se will ich da auch gar keinen zu sehr loben, es gibt keinen Blog der IMMER lesenswert ist. Ich kuratiere lieber Blogposts, die mir zuletzt gefallen haben. Kollege Moritz Stückler ist seit wenigen Wochen für t3n.de im Silicon Valley und gibt gelegentlich einen Einblick in seinen Alltag: Der Beitrag „10 Tage – 10 Eindrücke“ hat mir gut gefallen. Max Scharnigg hat lesenswert „Über das Münchner Umland“ geschrieben und Isabel Bogdan hat das Blogstöckchen „20 Dinge über mich, die Sie noch nicht wussten“ gepflegt auf die Schippe genommen.

Welche Online-Tools nutzt du am liebsten?

Tool? Keine Ahnung. Momentan flashed mich die Android-App „1 Second Everyday“ enorm. Zählt das auch?

Wie heißt das Buch, das du gerade liest oder zuletzt gelesen hast?

Aufgrund der Ereignisse lese ich gerade „1984“ von Orwell – obwohl ich absolut kein Roman-Fan bin. Davor habe ich die autorisierte und gleichnamige Biografie von Steve Jobs gelesen. Nicht weil ich Apple-Fanboy bin, sondern weil ich das Phänomen „Jobs“ und „Apple“ besser verstehen wollte. Das Buch ist wirklich sehr lesenswert – die besten Geschichten schreibt das Leben nämlich tatsächlich selbst.

Hast du eine Zeitung abonniert und warum (nicht)?

Wir haben in der Redaktion einige Zeitungen und Magazine abonniert – insofern brauch ich selber nicht in die eigene Tasche greifen. Der wöchentlich erscheinende „SPIEGEL“ wird von mir regelmäßig durchgeblättert und an vielen Stellen gelesen. Er zeigt mir tatsächlich, was sich noch so in der Welt abspielt und hilft mir, gelegentlich aus der eigenen Filterblase auszubrechen. Tageszeitungen, die einfach nur Nachrichten tickern, haben in Zeiten des Internets keinen Mehrwert mehr für mich.

Vervollständige einen dieser Sätze: „Print ist…“ oder „Fernsehen ist…“

Fernsehen ist – nach wie vor – das Lagerfeuer der Nation.

Wenn du noch einmal von vorne anfangen könntest, was würdest du werden?

Ich will nicht von vorne anfangen. Ehrlich gesagt, habe ich vor drei Jahren bereits einmal einen Neustart hingelegt und bin Journalist geworden. Ich tue gerne, was ich jetzt tue. Allerdings finde ich den Beruf des Tischlers auch ganz wunderbar und glaube, dass er sehr erfüllend sein kann.

Über welches Video, GIF, Meme oder welchen Tweet hast du zuletzt gelacht?

Das ist leicht – siehe hier. (Facebook-Link)

Ich gebe das Stöckchen weiter an…

Sina.

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