Das „Heimliche-Rechte“-Bullshit-Bingo

Es gilt als so sicher wie das berühmt-berüchtigte „Amen in der Kirche“, dass Artikel, die sich mit Integrationsfragen oder Einwanderungsthemen beschäftigen, gerne von Rechten getrollt werden. Das oft Schlimme daran, die Kommentatoren geben sich nicht als Rechte aus, sondern tarnen sich als einfache „kritische Bürger“. Dabei ist die Stoßrichtung die vorgegeben wird, oft eindeutig: Einwanderer, die nicht deutscher als die Deutschen sind, haben „hier“ nichts verloren. Es versteht sich von selbst, dass nicht einmal Deutsche ihrem unverhältnismäßigen Standard gerecht werden.

Das Beherrschen der deutschen Sprache? Oftmals Fehlanzeige! Ein lupenreines Führungszeugnis? Come’on! Berufstätig? Doch nicht für den Lohn! Jaja, manches Mal scheinen sogar einige „Ausländer“ die besseren Deutschen zu sein, aber hey… geht ja gar nicht – ein Afrikaner oder Asiat kann gar kein Deutscher sein: Dumm wenn man Ethnie mit Staatsanghörigkeit verwechselt.

In einer regen Crowdsourcing-Aktion haben wir gestern einmal auf meiner Facebook-Page Phrasen gesammelt, die die vermeintlichen „Kritiker“ so bringen, damit ihr und andere den Rechten nicht auf den Leim geht. Lest ihr also zukünftig einen Threat und tauchen da Worthülsen und Satzfragment wie die unteren auf, dann wisst ihr was für eine Hohlbirne ihr vor euch habt. Achso – Impulsgeber der Aktion war übrigens der Ronny vom Kraftfuttermischwerk, der den Anstoß auf Twitter gebracht hat: „Ja Ronny, jetzt gibt es ein Bullshit-Bingo dazu!“.

Das Heimlich-Rechte-Bullshit-Bingo


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Titelbild: FLICKR markhillary (CC BY 2.0)